Energiearmut: Eine Studie über Situation, Ursachen, Betroffene, AkteurInnen und Handlungsoptionen

Dieser Forschungsbericht umfasst eine qualitative und explorative soziologische Studie zum Thema „Energiearmut“ in der Steiermark. Energiearmut wird als überdurchschnittlich hohe Belastung des Haushaltsbudgets durch Kosten für Energiedienstleistungen (Strom, Wärme und Warmwasser) im Vergleich zum Energieverbrauch eines durchschnittlichen privaten Haushaltes definiert. In der Regel sind einkommensschwache Haushalte von Energiearmut betroffen. Auf Basis einer Bestandsaufnahme der bis dato erfolgten Forschungsarbeiten in Europa und Österreich folgt eine qualitative Analyse von Interviews mit steirischen ExpertInnen.

Die vorliegende Studie zeigt, dass Energiearmut als soziale Problematik für die Arbeitskontexte von öffentlichen Stellen, Nicht-Regierungsorganisationen, Energieunternehmen und Energieberatungen relevant ist. Energiearmut wird allgemein jedoch nicht als eigenes Problemfeld wahrgenommen und findet sich somit nicht explizit in den Wahrnehmungskontexten der interviewten ExpertInnen. Die qualitativen Ergebnisse der ExpertInnen-Interviews in der Steiermark werden abschließend mit dem derzeitigen Forschungsdiskurs in Beziehung gebracht und diskutiert. Berichtabgabe: 2011 Download

Kontakt / Projektleitung:
Mag. Thomas Berger, IFZ – Interuniversitäres Forschungszentrum für Technik Arbeit und Kultur, STS – Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung, Alpen-Adria-Uni. Klagenfurt/Wien/Graz, thomas.berger@aau.at, Tel +43 (0)664 88796960